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  • AutorenbildRebecca Enke

ZU KOMPLEX? STORYTELLING ALS ERFOLGSFAKTOR

Aktualisiert: 5. Nov. 2021

SECURITY AWARENESS IST NICHT NUR E-LEARNING UND PHISHING TEST.

Zu Komplex? Storytelling als Erfolgsfaktor - Security Awareness ist nicht nur E-Learning und Phishing Test: 63 ultimative Awareness Hacks

WAS SIE AUS DIESEM ARTIKEL MITNEHMEN:



WAS IST STORYTELLING?

Die wohl bekanntesten Geschichten im deutschsprachigen Raum sind die Märchen von den Gebrüdern Grimm, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und das seit vielen Jahren. Aber warum ist das so und warum sind diese so bekannt? Sie sind schnell einprägsam, mitreißend, wirken entspannend als „Gute-Nacht-Geschichte“ und haben gleichzeitig mit ihrer "Moral von der Geschicht" immer einen Lerneffekt.

Jedoch nicht nur Kleinkinder sind schnell begeistert von Märchen, auch Erwachsene sind fasziniert von guten Geschichten. Das neueste Gerücht verbreitet sich oft rasend schnell. Auch Serien, vor allem die richtig düsteren, mit vielen Tabu-Themen, ziehen Millionen Menschen magisch an, sodass es schwer fällt nicht gleich die nächste Folge anzuschauen.

Das Geheimnis ist, dass Geschichten spielerisch Konzentration oder auch Spannung aufbauen. Hörer:Innen oder Leser:Innen gehen mit, sind voll dabei, weil Emotionen vermittelt werden mit Hilfe von Anekdoten, Beispielen oder Heldengeschichten. Gleichzeitig wird hier Wissen vermittelt. Der Vorteil ist: Fakten motivieren nicht zum Teilen, Anekdoten schon, weshalb auch Geschichten am Lagerfeuer erzählt werden. Dieser Mechanismus bzw. diese rhetorische Technik lässt sich auf den Geschäftsalltag übertragen. Storytelling bedeutet also nichts anderes als Geschichten erzählen.


STORYTELLING IM BUSINESS KONTEXT.

Storytelling wird im beruflichen Alltag bereits verwendet, vor allem als Auftakt für ein Projekt. Oft auch im Zusammenhang mit dem sogenannten Business Case, der erklärt, warum die 487.000 Euro für die neue Idee ausgegebenen werden sollen, meist um etwas Positives für das Unternehmen zu bewirken oder auch um Schlimmeres abzuwenden. Hier wird also ein Szenario, eine Zukunftsvision oder eben eine Geschichte erzählt.

Diese Methode lässt sich nicht nur anwenden, um die Entwicklung eines neuen Produkts zu begründen, sondern auch um Security Awareness im Unternehmen zu stärken. Jetzt denken Sie bestimmt: „Was eine Geschichte? Ich habe genug zu tun mit echten Themen. Ich bin doch kein Geschichtenerzähler. Sicherheit ist ein ernstes Thema und kein Märchen!“ Diese Gedanken sind vollkommen verständlich. Jedoch wird hier das Potenzial von Geschichten unterschätzt. Was wäre, wenn eine Security Awareness Story effektiver ist, als zum 157. Mal zu sagen: „BITTE bedenken Sie die vorherrschenden digitalen Gefahren“? Es ist nicht nur effektiver, sondern spart auch Zeit und die Ernsthaftigkeit der Thematik bleibt im Kopf, versprochen! Doch zunächst stellt sich die Frage wann und wie solch eine Geschichte erzählt werden kann.


GESCHICHTEN SIND EIN KÖDER.


Kommunikation lässt sich in rational und emotional unterscheiden. Die Bedingungen für rationale Kommunikation sind, dass Sender und Empfänger gleiche Werte teilen und gleich viel Aufmerksamkeit für das Thema aufbringen müssen, sie befinden sich also auf demselben Wissens- und Interessenlevel. Man spricht hierbei auch von einer symmetrischen Kommunikationssituation. In diesem Fall ist der Austausch von Fakten ohne Probleme möglich, da beidseitig ein großes Interesse besteht. Im Gegensatz dazu ist bei einer asymmetrischer Kommunikationssituation eher eine emotionale Kommunikation notwendig. Hierbei dient eine Geschichte als Türöffner um später eine symmetrische Kommunikationssituation herbeizuführen. Storytelling dient also als Köder, um im Anschluss Fakten auszutauschen. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass nicht überall Geschichten sinnvoll sind, wenn es um klare Fakten geht und das Interesse sowie Hintergrundwissen identisch sind.


AUFBAU EINER GUTEN GESCHICHTE.


Eine gute Geschichte besteht immer aus dem Anfang, der Einleitung, dann baut sich die Situation auf zum Höhepunkt und es folgt der Abschluss, das Ende. Außerdem gibt es fünf Bestandteile, die eine gute Geschichte von einer eher schlechteren unterscheiden.


Storytelling: Bestandteile einer Geschichte, die im Kopf bleibt

Einfach nur erzählen, um zu erzählen, bringt nichts. Es muss eine Botschaft, eine Story, eine Moral enthalten sein, die im Kopf bleibt. Des Weiteren wollen Leser:innen oder Zuhörer:innen am liebsten eine Person, mit der man mitfühlen und sich identifizieren kann. Ab und zu ist vielleicht auch ein Fabelwesen als Protagonist denkbar. Am besten ist es jedoch, wenn der/die Erzähler:in die Situation selbst erlebt und löst. Dabei muss die Erzählweise nicht 100% professionell sein. Oftmals wirkt das Nicht-Perfekte besser, da es dann echt ist und eher zum Mitmachen anregt. Zusätzlich immer bedenken, dass die Geschichte weitererzählt werden soll, quasi nach dem „Schneeball- oder Domino-Prinzip“. Wie geht das? Es muss spannend, mitreißend, vielleicht auch etwas unangenehm sein wie die Basis eines Gerüchts und dann einfach immer wiederholen mit gleichem Wortlaut wie bei einem Märchen.


STORYTELLING IM BEREICH SECURITY AWARENESS.

Die Herangehensweise beim Storytelling lässt sich gut für Security Awareness nutzen. Hier ist es ebenfalls der Fall, dass eine asymmetrische Kommunikationssituation vorliegt. Die IT- und Cyber Security Experten haben viel Wissen, was sie gerne an die Nicht-Experten weitergeben möchten, sodass diese mithelfen die IT-Infrastruktur und somit auch die Innovationen, Wettbewerbsvorteile, die „Kronjuwelen“ des Unternehmens zu schützen. Jedoch ist das Thema IT-Sicherheit sehr komplex und man stößt auf wenig Begeisterung, wenn nur die puren Fakten übermittelt werden. Die Informationen müssen gut verpackt sein, um besser aufgenommen zu werden. Das Mittel der Wahl für die Komplexitätsreduktion: Storytelling.


Security Awareness: Komplexität reduzieren für Mitarbeitende

Werden Sie bei der Geschichte zu Security Awareness so konkret wie nur möglich. Also NICHT: „Wir müssen das Unternehmen vor Cyber Angriffen schützen.“ Erzählen Sie lieber von aktuellen Hackerangriffen und was dabei konkret passiert ist. Erzählen Sie von Fehlern, die gemacht wurden, um zu zeigen, dass es auch anderen passiert und es vollkommen okay ist, auch Fehler zu machen, solange man sie dann nicht vertuscht, sondern den Cyber Security Expert:innen die Möglichkeit gibt diese zu beheben. Oder berichten Sie von Ihren frustrierenden Erfahrungen als ITler, wie Sie 57 mal den gleichen Vortrag über Social Engineering und Phishing Mails halten und niemand daraus lernt. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie mit Geschichten aus dem privaten Umfeld ködern und die Brücke zum beruflichen bauen, denn jede:r will das eigene zu Hause, private Verträge und Bankkonten schützen.


Aller Anfang ist schwer. Wenn sie anfangs keine eigenen kreativen Ideen für Geschichten haben, dann fragen Sie bei anderen nach, sammeln Erlebnisse aus dem Daily-Business und berichten Sie darüber. Manchmal reicht auch schon ein Repertoire von ein bis zwei Geschichten, die sie immer wieder erzählen, so verankern sich diese besser.


Security Awareness ist mehr als nur E-Learning und Phishing Test: 63 ultimative Awareness Hacks



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